Zutaten für eine nachhaltige Ernährung – ein wirkungsvolles Bildungsprojekt
Schüler:innen erfahren, wie ihre Ernährungsgewohnheiten mit dem Anbau und der Herstellung von Lebensmitteln zusammenhängen und wie sich dies auf Klima und Umwelt auswirkt.
Woher kommt unser Essen? Wann haben verschiedene Obst- und Gemüsesorten Saison? Und was hat mein Frühstück mit dem Klima zu tun? Mit dem Bildungsprojekt Zutaten für eine nachhaltige Ernährung werden zentrale Fragen zu Herkunft, Saisonalität und nachhaltiger Lebensmittelproduktion aktiv in den Schulkontext und in die Lebenswelt von Schüler:innen hineingetragen. Denn Landwirtschaft und Alltag sind heute weitgehend voneinander entkoppelt. Viele Kinder und Jugendliche wissen nicht, wie Lebensmittel angebaut werden, wann sie Saison haben oder welche Auswirkungen Ernährungsentscheidungen auf das Klima haben. Dieses Wissen fehlt und mit ihm das Gefühl, durch die eigenen Entscheidungen wirklich etwas bewegen zu können. Genau hier setzt unser Projekt Zutaten für eine nachhaltige Ernährung an.
Peer-Education – Lernen auf Augenhöhe
Schüler:innen der 9. bis 11. Jahrgangsstufe werden von überkochen e.V. zu Multiplikator:innen ausgebildet.
Sie geben ihr Wissen anschließend eigenständig an Mitschüler:innen der 5. bis 7. Klasse weiter – verständlich, lebensnah und auf Augenhöhe. Dabei erwerben die älteren Schüler:innen nicht nur fachliches Wissen, sondern stärken auch ihre sozialen Kompetenzen und erleben ein gesteigertes Gefühl von Selbstwirksamkeit. Das Besondere daran: Beide Seiten gewinnen. Die jüngeren Schüler:innen erleben Bildung, die sie wirklich erreicht. Chancengleichheit und Teilhabe sind ein spürbares Ergebnis dieser Methode.
Die sechs Lernmodule
Das Projekt umfasst sechs interaktive und praxisorientierte Module. Sie können einzeln oder als aufeinander aufbauende Reihe eingesetzt werden. Jedes Modul beleuchtet eine zentrale Facette nachhaltiger Ernährung.
Ausgewogen: Wie sieht eine nachhaltige Ernährung aus, die sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Körper gut ist?
Regional & saisonal: Warum sind Lebensmittel nur dann wirklich nachhaltig, wenn sie sowohl regional als auch saisonal angebaut und verfügbar sind?
Ökologisch: Was zeichnet ökologische Landwirtschaft aus und wie unterscheidet sie sich von konventioneller Landwirtschaft?
Praktisch: Wie sieht der Anbau ökologischer Lebensmittel in der Praxis aus?
Fair: Was macht eine faire Landwirtschaft aus, und welchen Unterschied bewirken sie besonders für Produzent:innen im globalen Süden?
Sparsam: Welches Ausmaß hat Lebensmittelverschwendung, und wie sehen Lösungen zur Vermeidung aus, die sparsam mit Ressourcen umgehen?
Das Pilotprojekt
Im Schuljahr 2023/24 haben wir die sechs Module in einer Pilotphase am Städtischen Adolf-Weber-Gymnasium in München gemeinsam mit Schüler:innen der 5. und 11. Jahrgangsstufe erprobt. Die gesamte Pilotphase wurde filmisch dokumentiert und kritisch reflektiert. Die Erkenntnisse aus der Pilotphase fließen jetzt in die Weiterentwicklung der Module ein.
Der nächste Schritt: die bundesweite Implementierung.
Jetzt mitgestalten!
Das Projekt ist bereit für den nächsten Schritt. Wir suchen engagierte Partner:innen und Förderer, die ihn mit uns gehen möchten und die Wirkung des Projekts nachhaltig mitgestalten.
Lernmodule fördern
Übernehmen Sie die Patenschaft für eines unserer sechs Module und werden Sie so Partner des Gesamtprojekts.
Peer-Ausbildung aufbauen
Ermöglichen Sie den strukturellen Aufbau der Peer-Ausbildung – als Grundlage für die bundesweite Implementierung.
Wirkung evaluieren
Unterstützen Sie die Evaluierung des Projekts gemeinsam mit Schüler:innen, Schulen und Praxispartner:innen.
Projektteilnahme ermöglichen
Finanzieren Sie die Teilnahme einzelner Schulen, Regionen oder ganzer Peer-Jahrgänge.
Projektpartner
Naturland – Verband für ökologische Landbau e.V.
Naturland e.V. unterstützt das Projekt inhaltlich und finanziell von Anfang an und bringt sein bundesweites Netzwerk ein.
Seidlhof-Stiftung – ein Naturland-zertifizierter Betrieb
Der Seidlhof dient als Ausbildungsort für Multiplikator:innen-Schulungen, wo die Vielfalt und Kreisläufe ökologischer Landwirtschaft erkundet werden können.
Adolf-Weber-Gymnasium – Städtisches Gymnasium in München
Im Rahmen des P-Seminars begleitete das Gymnasium das Pilotprojekt, erprobt weiterhin die Inhalte im Schulalltag und reflektiert die Erfahrungen konstruktiv.

